IMMOBILIEN / FINANZIERUNG
Eine Immobilie kaufen oder bauen und die langfristigen Kosten im Blick behalten.

Bei einer Baufinanzierung wird der Kauf oder Bau einer Immobilie häufig durch Eigenkapital und ein Darlehen finanziert, das in vereinbarten Raten zurückgezahlt wird. Neben dem Kauf- oder Baupreis sind auch Nebenkosten und laufende Ausgaben zu berücksichtigen.
Diese Seite bietet allgemeine Informationen. Eine individuelle Beratung oder Vermittlung von Immobiliendarlehen biete ich nicht an.
KOSTEN IM ÜBERBLICK
Neben dem Kauf- oder Baupreis entstehen weitere Ausgaben. Drei Bereiche helfen dabei, den finanziellen Aufwand frühzeitig besser einzuschätzen.
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Eigenkapital sind eigene Mittel, die Sie für den Kauf oder Bau einsetzen können. Sie verringern den benötigten Kreditbetrag. Eine finanzielle Reserve für unerwartete Ausgaben sollte dabei mitgedacht werden.
02
Zu den Kaufnebenkosten zählen Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklerprovision. Ihre Höhe hängt unter anderem vom Bundesland und den Vereinbarungen beim Kauf ab.
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Zur monatlichen Kreditrate kommen laufende Ausgaben für das Wohnen hinzu, etwa Energie, Versicherungen und Instandhaltung. Auch Rücklagen für Reparaturen sollten bei der Kostenplanung berücksichtigt werden.
FINANZIERUNG VERSTEHEN
Bei einer Immobilienfinanzierung spielen Zinssatz, Rückzahlung und Laufzeit eine wichtige Rolle.
Wer diese Zusammenhänge kennt, kann die langfristigen finanziellen Verpflichtungen besser einschätzen.
VERTRAGSBEDINGUNGEN
Neben Zinssatz und monatlicher Rate können weitere Vertragsbedingungen die Gesamtkosten und Flexibilität einer Baufinanzierung beeinflussen.
Der Sollzins beschreibt die Verzinsung des Darlehens. Der effektive Jahreszins berücksichtigt zusätzlich bestimmte Kosten und Zahlungsmodalitäten. Er erleichtert den Vergleich, bildet jedoch nicht sämtliche Nebenkosten ab.
Sondertilgungen sind zusätzliche Rückzahlungen neben der vereinbarten Rate. Sie können die Restschuld schneller verringern. Ob und in welcher Höhe sie ohne zusätzliche Kosten möglich sind, steht im Darlehensvertrag.
Ein vereinbarter Tilgungswechsel ermöglicht es, den Tilgungssatz während der Laufzeit anzupassen. Dadurch kann sich die monatliche Rate verändern. Anzahl und Umfang solcher Änderungen sind vertraglich geregelt.
Bei Bauvorhaben wird das Darlehen häufig in mehreren Schritten ausgezahlt. Nach Ablauf einer bereitstellungszinsfreien Zeit können für noch nicht abgerufene Beträge zusätzliche Zinsen anfallen. Das kann die Finanzierung verteuern.
RECHENBEISPIELE
Mit einfachen Modellrechnungen lassen sich die zusätzlichen Kaufkosten und eine mögliche monatliche Kreditrate besser einschätzen.
Welche Kosten entstehen zusätzlich zum Kaufpreis? Berechnen Sie die Grunderwerbsteuer sowie geschätzte Notar- und Grundbuchkosten und berücksichtigen Sie gegebenenfalls eine Maklerprovision.
Wie hoch könnte die monatliche Kreditrate ausfallen? Berechnen Sie anhand des Darlehensbetrags, des angenommenen Sollzinssatzes und der anfänglichen Tilgung eine beispielhafte Monatsrate.
Die Berechnungen dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung. Sie beruhen auf vereinfachten Annahmen und ersetzen weder ein verbindliches Kreditangebot noch eine individuelle Finanzierungsberatung.
GUT ZU WISSEN
Eine Immobilienfinanzierung bringt langfristige finanzielle Verpflichtungen mit sich. Deshalb lohnt es sich, neben der Kreditrate auch die Absicherung wichtiger Lebensrisiken zu berücksichtigen.
Was geschieht mit den Kreditraten, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen längerfristig nicht mehr ausüben können? Prüfen Sie, welche Leistungen bereits bestehen und ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll sein könnte.
Wer übernimmt die finanziellen Verpflichtungen, wenn ein Darlehensnehmer verstirbt? Eine Risikolebensversicherung kann Hinterbliebene entlasten. Ob und in welcher Höhe sie sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation und bestehenden Absicherungen ab.
Schäden am Gebäude können erhebliche Kosten verursachen, während die Kreditraten weiterlaufen. Prüfen Sie deshalb den Umfang Ihrer Wohngebäudeversicherung, einen möglichen Elementarschutz und die Anforderungen des Kreditgebers.
FRAGEN ZUR BAUFINANZIERUNG
Beim Kauf oder Bau einer Immobilie entstehen viele Fragen zu Finanzierung, Fördermöglichkeiten und langfristigen Verpflichtungen. Hier finden Sie grundlegende Antworten.
Eine Finanzierung mit wenig oder ohne Eigenkapital ist grundsätzlich möglich, aber nicht jede Bank bietet sie an. Häufig steigen dadurch Kreditbetrag, Zinskosten und finanzielle Risiken. Auch Kaufnebenkosten und ausreichende Rücklagen sollten berücksichtigt werden.
Je nach Vorhaben kommen Förderdarlehen oder Zuschüsse infrage, etwa von der KfW oder aus Landesprogrammen. Die Voraussetzungen hängen unter anderem von der Nutzung und dem energetischen Zustand der Immobilie ab. Bei vielen Programmen muss der Antrag vor dem Kaufvertrag oder Baubeginn gestellt werden.
Vor der Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrags sollte die Finanzierung einschließlich der Kaufnebenkosten verbindlich geklärt sein. Eine unverbindliche Berechnung ersetzt keine Finanzierungszusage. Nach der Beurkundung entstehen bereits rechtliche Verpflichtungen.
Ein laufendes Immobiliendarlehen endet durch den Verkauf nicht automatisch. Wird es vor Ablauf der Zinsbindung zurückgezahlt, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen. Klären Sie die Ablösung und mögliche Kosten rechtzeitig mit Ihrer Bank.
Wenn sich finanzielle Schwierigkeiten abzeichnen, sollten Sie frühzeitig mit Ihrer Bank sprechen. Je nach Vertrag können eine Anpassung der Tilgung oder andere Zahlungsvereinbarungen möglich sein. Solche Änderungen müssen mit dem Kreditgeber vereinbart werden.
Bleibt nach Ablauf der Zinsbindung eine Restschuld, müssen neue Finanzierungskonditionen vereinbart werden. Dabei spielen der neue Zinssatz, die monatliche Rate und die weitere Laufzeit eine wichtige Rolle. Steigende Zinsen können die finanzielle Belastung erhöhen.
Individuelle Finanzierungsberatung bieten entsprechend berechtigte Kreditinstitute und zugelassene Immobiliardarlehensvermittler an. Gewerbliche Darlehensvermittler benötigen dafür grundsätzlich eine Erlaubnis nach § 34i GewO. Ich selbst biete allgemeine Informationen, jedoch keine individuelle Beratung oder Vermittlung von Immobiliendarlehen.

RUND UM IHRE IMMOBILIE
Als Immobilienmaklerin unterstütze ich Sie beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie. Dazu gehören Fragen zum Objekt, zu den benötigten Unterlagen und zu den nächsten Schritten im Vermittlungsprozess.
Als Versicherungsmaklerin prüfe ich den bestehenden Versicherungsschutz und mögliche Absicherungslücken. Dabei berücksichtige ich insbesondere die Wohngebäudeversicherung sowie die Absicherung des Einkommens und finanzieller Verpflichtungen.
Für individuelle Finanzierungsfragen können Sie sich an ein Kreditinstitut oder einen entsprechend zugelassenen Immobiliardarlehensvermittler wenden. Eine persönliche Darlehensberatung oder Kreditvermittlung biete ich nicht an.
Schließlich möchte man auch nach dem Kauf noch verreisen, sich kleine Wünsche erfüllen und einfach das Leben genießen können. Deshalb ist es mir wichtig, dass die Finanzierung nicht nur heute bezahlbar ist, sondern langfristig genug Spielraum lässt. Für die fachliche Beratung bringe ich meine Kunden mit spezialisierten Finanzierungspartnern zusammen.
Valentina Kortas
VERSICHERUNGSMAKLERIN
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