PRIVATKUNDEN / VORSORGE
Damit das Leben weitergehen kann, auch wenn sich vieles verändert.

Eine private Unfallversicherung kann bei dauerhaften Unfallfolgen eine vereinbarte Geldleistung vorsehen. Dieses Geld kann helfen, den Alltag an neue Bedürfnisse anzupassen, etwa das Zuhause umzubauen oder zusätzliche Unterstützung zu organisieren.
BESTEHENDEN SCHUTZ VERSTEHEN
Ein Unfall kann zu Hause, unterwegs oder bei der Arbeit passieren. Je nachdem, in welcher Situation er geschieht, greifen unterschiedliche Versicherungen.
Ein Überblick hilft, den bereits vorhandenen Schutz besser einzuordnen.
VERSICHERUNGSSUMME UND LEISTUNG
Drei Vertragsangaben helfen Ihnen, die mögliche Auszahlung bei dauerhaften Unfallfolgen besser zu verstehen.
01
Die Grundsumme bildet die Grundlage für die einmalige Invaliditätsleistung. Ohne Progression richtet sich die Auszahlung grundsätzlich nach dem festgestellten Invaliditätsgrad. Bei 20 Prozent Invalidität wären das beispielsweise 20 Prozent der vereinbarten Grundsumme.
02
Die Gliedertaxe legt fest, welcher Invaliditätsgrad bei Verlust oder vollständiger Funktionsunfähigkeit bestimmter Körperteile und Sinnesorgane gilt. Bei teilweiser Beeinträchtigung wird der entsprechende Anteil berücksichtigt. Die vereinbarten Werte können sich je nach Tarif unterscheiden.
03
Eine vereinbarte Progression kann die Auszahlung bei höheren Invaliditätsgraden deutlich steigern. Wie stark sie sich auswirkt, hängt von der Progressionstabelle ab. Ein hoher Progressionssatz allein ersetzt jedoch keine ausreichend gewählte Grundsumme.
LEISTUNGEN IM ÜBERBLICK
Von Geldleistungen bis zur praktischen Hilfe im Alltag: Nicht jeder Tarif enthält dieselben Bausteine.
Bleiben nach einem Unfall dauerhafte Beeinträchtigungen zurück, kann die vereinbarte Invaliditätsleistung ausgezahlt werden. Das Geld kann beispielsweise helfen, die Wohnung anzupassen, notwendige Anschaffungen zu finanzieren oder zusätzliche Unterstützung im Alltag zu organisieren.
Manche Tarife zahlen ab einem bestimmten Invaliditätsgrad eine monatliche Unfallrente. Sie kann helfen, laufende Mehrkosten zu tragen. Eine Unfallrente ersetzt jedoch keine Berufsunfähigkeitsversicherung, die auch bei Erkrankungen leisten kann.
Bei bestimmten schweren Verletzungen können Tarife eine frühe Geldleistung vorsehen, noch bevor die dauerhaften Unfallfolgen abschließend beurteilt sind. Welche Verletzungen dazugehören und wann gezahlt wird, regeln die Versicherungsbedingungen.
Je nach Tarif kann Unterstützung bei der Rehabilitation oder im Alltag vorgesehen sein, etwa durch Reha-Management, Haushaltshilfe oder Pflegeleistungen. Welche Hilfen organisiert oder finanziert werden und wie lange sie zur Verfügung stehen, hängt vom Vertrag ab.
Nach einem Unfall können Such-, Rettungs- oder Bergungseinsätze hohe Kosten verursachen. Eine private Unfallversicherung kann solche Ausgaben innerhalb vereinbarter Grenzen übernehmen. Auch bestimmte Transportkosten können mitversichert sein.
Bleiben nach einem Unfall sichtbare Verletzungsfolgen zurück, können bestimmte kosmetische Eingriffe erforderlich oder gewünscht sein. Manche Tarife übernehmen dafür Kosten, wenn die vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind und keine vorrangige Kostenübernahme erfolgt.
Bei einer medizinisch notwendigen stationären Behandlung infolge eines Unfalls kann ein vereinbartes Krankenhaustagegeld gezahlt werden. Es handelt sich um eine zusätzliche Geldleistung für die versicherten Behandlungstage. Manche Tarife berücksichtigen auch bestimmte ambulante Operationen.
Führt ein Unfall innerhalb der vereinbarten Frist zum Tod, kann eine entsprechende Todesfallleistung ausgezahlt werden. Sie gilt nicht allgemein für Todesfälle durch Krankheiten und ersetzt deshalb keine Risikolebensversicherung.
WICHTIG BEI DER AUSWAHL
Nicht nur die Höhe der Invaliditätsleistung zählt. Ebenso wichtig ist, in welchen Situationen der Vertrag schützt und welche Bedingungen für die Auszahlung gelten.
Ein Unfall ist in den Versicherungsbedingungen genau definiert. Einige Tarife bieten zusätzlichen Schutz, etwa bei Verletzungen durch Eigenbewegungen oder bestimmten Infektionen. Deshalb lohnt es sich, die mitversicherten Ereignisse und Ausschlüsse genauer anzusehen.
Die Versicherungssummen sollten zu Ihren Haftungsrisiken und dem Wert der versicherten Sachen passen. Zu niedrige Summen oder unzutreffende Wertangaben können dazu führen, dass Ihr Unternehmen einen Teil des Schadens selbst tragen muss.
Beim Sport, auf Reisen oder bei bestimmten Hobbys können besondere Tarifbedingungen gelten. Einige Tätigkeiten sind ausgeschlossen oder nur eingeschränkt versichert. Prüfen Sie deshalb, ob der Schutz zu Ihrem Alltag und Ihren Freizeitaktivitäten passt.
Neue Mitarbeitende, zusätzliche Geräte, höhere Warenbestände oder neue Geschäftsfelder können den Versicherungsbedarf verändern. Deshalb sollte der bestehende Schutz regelmäßig überprüft und bei Bedarf an die neue Situation angepasst werden.
GUT ZU WISSEN
Nicht alle Folgen eines Unfalls sind sofort absehbar. Gerade wenn Beschwerden anhalten, sollten wichtige Schritte und Fristen nicht aus dem Blick geraten.
Informieren Sie Ihren Versicherer möglichst bald und halten Sie fest, wann und wie der Unfall passiert ist. Bewahren Sie ärztliche Unterlagen und den Schriftwechsel mit dem Versicherer auf.
Für eine Invaliditätsleistung genügt die Unfallmeldung allein nicht. Die Invalidität muss innerhalb der vertraglich vereinbarten Fristen ärztlich festgestellt und beim Versicherer geltend gemacht werden. Die genauen Fristen stehen in Ihren Versicherungsbedingungen.
Nach der Anzeige des Versicherungsfalls muss der Versicherer Sie in Textform über die vertraglichen Voraussetzungen und Fristen informieren. Unterbleibt dieser Hinweis, kann er sich nach § 186 VVG nicht auf eine Fristversäumnis berufen.

PERSÖNLICHE BERATUNG
Wenn ein Unfall den gewohnten Alltag verändert, können ganz praktische Fragen entstehen. Vielleicht muss die Wohnung angepasst, zusätzliche Hilfe organisiert oder eine neue Lösung für alltägliche Aufgaben gefunden werden.
Zunächst schauen wir gemeinsam, welche Absicherung Sie bereits haben und welche finanziellen Folgen eines Unfalls möglicherweise noch nicht ausreichend berücksichtigt sind. Dabei prüfen wir auch, ob eine private Unfallversicherung für Ihre persönliche Situation sinnvoll ist.
Wenn zusätzlicher Schutz infrage kommt, vergleiche ich passende Tarife. Besonders achte ich auf die Grundsumme, die Gliedertaxe, die Progression sowie mögliche Ausschlüsse und zusätzliche Hilfeleistungen.
Mir ist wichtig, dass Sie die Möglichkeiten und Grenzen Ihrer Absicherung verstehen. Sie soll Ihnen helfen, auch nach einem Unfall möglichst selbstbestimmt zu leben.
Aber manchmal verändert ein einziger Augenblick den ganzen Alltag. Dann wünsche ich mir für meine Kunden, dass sie ihr Zuhause anpassen, die nötige Hilfe organisieren und so selbstständig wie möglich weiterleben können.
Valentina Kortas
VERSICHERUNGSMAKLERIN
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